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Austausch mit Hersbruck – das Reisetagebuch der 8b

Anreise am Samstag, 25.05.2019: endlich war er da, der Tag, an dem es nach Deutschland ging. Schon seit Wochen waren wir alle sehr aufgeregt. Am Samstag waren dann alle (erstaunlich pünktlich) gegen 12 Uhr beim Check-In am Flughafen in Las Palmas. Nach langer Reise kamen wir dann mit leichter Verspätung gegen halb zwölf in Hersbruck an und wurden herzlich von unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern begrüßt.

 

Der Tag in der Gastfamilie

Sonntag, 26.05.2019

Ob Stausee, eine kleine Tour durch Hersbruck, bei „Müller“ in Nürnberg, beim Minigolf in Hersbruck oder Treffen mit anderen Austauschpartnerinnen und -partnern: alle Familien hatten etwas Tolles geplant.

 

Hersbruck: Bürgermeister, Stadtrallye und Eis

Montag, 27.05.2019

Angekommen in Hersbruck, nach einer langen Reise und einem schönen Sonntag, gingen wir zum Hersbrucker Rathaus, wo schon der Bürgermeister auf uns wartete. Im Rathaus begrüßte er uns ganz herzlich und sprach mit uns über die Bedeutung unseres Austauschs für Europa. Wir erfuhren auch, was ein Bürgermeister eigentlich macht. Zum Abschied durften wir etwas ins ,,Goldenes Buch“ der Stadt schreiben. Später gab uns Frau Albert ein paar Aufgaben, die uns durch die Stadt führten. Am Ende aßen wir Eis und gingen wieder zur Schule, wo uns schon unsere Austauschpartner/-innen erwarteten. Den Rest des Tages verbrachten wir in unseren Gastfamilien.

 

Unser Dienstag in Regensburg

Dienstag, 28.05.2019

Als wir in Regensburg ankamen, war unser erster Eindruck gut. Obwohl es nicht so viel Grün gab, war die mittelalterliche Form der Häuser erstaunlich. Als erstes besuchten wir den Dom. Dort begegneten wir unserer Führerin. Diese hat uns viel über die Geschichte der Stadt Regensburg erzählt. Sie hat beispielweise erklärt, dass viele Sachen, die uns heutzutage unwichtig vorkommen, wie z.B. ein rundes Fenster, damals schon eine Kriegserklärung bedeuten konnte. Wir erfuhren auch, weshalb der Dom und die Kirche errichtet wurden: Der Bischof und der Kaiser kämpften um Macht. Jeder wollte populärer als der andere sein, um mehr Einfluss auf die Bürger zu haben. 2006 wurde die Stadt wegen der Geschichte und der Gebäude zum Weltkulturerbe ernannt. Das Weltkulturerbe umfasst die komplette Stadt nach der Stadterweiterung aus dem Jahr 1320. Natürlich hat es in Regensburg an diesem Tag geregnet. Danach hatten wir die Möglichkeit, die Stadt für ungefähr zwei Stunden selbständig in kleinen Gruppen zu erkunden. In unserer Freizeit sind wir alle zusammen zu einem Restaurant einer bekannten Fastfood-Kette gegangen, um Mittag zu essen. Auf einmal war die Zeit um und wir trafen uns am Dom, um zum Bahnhof zu gehen, von wo aus wir dann zurück nach Hersbruck fuhren; manche sind an diesem Tag dann aber ungewollt weiter nach Nürnberg gefahren, weil die Türen der Deutschen Bahn manchmal ganz schön schnell sein können… (oder manche Schüler zu langsam???) 😉

 

Die Fränkische Schweiz: Teufelshöhle und Sommerrodelbahn

Mittwoch, 29.05.2019

Am Mittwoch waren wir in Pottenstein (Fränkische Schweiz) in der Teufelshöhle. Da gab es einen Mann, der uns durch die Höhle geführt hat und uns viel erzählte und die „Figuren“ beschrieb. Wir fanden die Höhle sehr schön. Die Figuren nennt man Tropfsteine, die sich über viele tausend Jahre gebildet haben. Deshalb nennt man die Teufelshöhle auch Tropfsteinhöhle. Die ,,Tour“ war zum Teil schwierig, weil die Gänge manchmal sehr niedrig waren. Die Höhle war sehr groß und wir haben ungefähr eine Stunde gebraucht, um alles zu sehen. Später haben wir eine kleine Wanderung durch den Wald gemacht. Der Wald hatte eine üppige Vegetation, aber es war anstrengend wegen der hohen Berge. Als wir die Wanderung beendet hatten, holte uns ein Bus ab und wir fuhren zur Sommerrodelbahn. Für uns war das Beste des Tages, die Sommerrodelbahn zu besuchen. Jeder ist mindestens zweimal gefahren, manche sogar viermal. Danach sind wir alle mit unserem Klassenlehrer zu einem kleinen Trampolinpark gegangen. Das Coolste war, als Herr Folwaczny uns Tricks auf dem Trampolin gezeigt hat.

 

Freier Tag in den Gastfamilien

Donnerstag, 30.05.2019

Viele verschiedene Aktivitäten in den Gastfamilien, z.B. im Freizeitpark Monte Kaolino

Albrecht Dürer – ein Künstler aus Nürnberg

Freitag, 31.05.2019

Am Freitag besichtigten wir Nürnberg und hatten dabei im Albrecht-Dürer-Haus eine überraschende Begegnung: Agnes Dürer führte uns durch das Haus. Es war natürlich eine Schauspielerin. Dabei erfuhren wir eine ganze Menge über den berühmten Maler aus Nürnberg. Seine Frau hatte viele lustige Geschichten dabei, sodass die Tour richtig gut war. Leider hatten wir dann nicht mehr so viel Zeit, weil wir den Zug erwischen mussten. Diesmal schafften es wirklich alle ohne Probleme.

 

Wochenende in den Gastfamilien

Samstag, 01.06.2019 und Sonntag, 02.06.2019

 

Unser Besuch in Bamberg

Montag, 03.06.2019

Während der Fahrt im Bus nach Bamberg haben wir Musik gehört, die allen gefiel, und hatten viel Spaß beim Singen. Das Besondere war, dass wir an diesem Tag mit unseren Austauschschülern unterwegs waren. Wir wurden zuerst gemeinsam durch die Stadt geführt und sind danach in Gruppen von ungefähr sechs Personen durch Bamberg gegangen und haben Gruppenbilder an bestimmten Stellen gemacht. Das jeweils beste Bild hat immer gewonnen. Später hatten wir zwei Stunden Freizeit, um die Geschäfte der Stadt zu besuchen. Obwohl das Wetter in Deutschland nicht immer perfekt, war es an diesem Tag sehr heiß. Weil es der letzte Abend in Deutschland war, haben wir abends alle zusammen am Baggersee gegrillt und gebadet.

 

Rückreise nach Las Palmas

Dienstag, 04.06.2019

Jede Reise muss einmal enden. Schon war der letzte Tag gekommen. An diesem Tag erfuhren wir in einem Mahnmal in Hersbruck etwas über die nicht so schöne Vergangenheit der Stadt: Es gab hier ein Konzentrationslager, in dem von 9.000 Menschen, die hier gezwungen wurden zu arbeiten, 4.000 gestorben sind. Das ist sehr traurig und sollte nie wieder passieren.

Mittags aßen wir gemeinsam Pizza auf dem Pausenhof und gingen dann in die Stadt. Um 15:30 Uhr wurde es dann noch einmal ernst und traurig, denn der Bus – und damit der Abschied – war gekommen. Tränen flossen. Zum Glück sehen wir unsere Austauschpartnerinnen und -partner bald in Las Palmas wieder.

 

Unser Fazit:

Was uns am meisten überrascht hat, ist, wie sich die Klasse im Laufe der Tage in Deutschland zusammengeschlossen hat. Wir haben bemerkt, dass wir uns jetzt mehr umeinander kümmern und der Zusammenhalt stärker ist. Wir sprachen beispielsweise während des Austauschs täglich darüber, wie es uns mit unserem Austauschpartner bzw. unserer Austauschpartnerin ging, und was wir an diesem Tag gemacht hatten.

 

Insgesamt hatten wir eine sehr schöne Zeit mit lustigen und kuriosen Erfahrungen, mit netten Leuten, die wir neu kennenlernen durften. Außerdem haben wir Deutschland und seine Kultur besser kennengelernt. Wir würden sehr gerne nochmals nach Hersbruck fahren und diesen Austausch wiederholen. Wir denken, dass das eine spannende Sache war. Wir hatten viel Spaß mit den Austauschpartnern!

 

Eure 8b