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Literarische Tour der Klasse 11

Vor einigen Tagen haben wir zwei Ausflüge unternommen, um mehr über den Realismus, unser aktuelles Klassenthema, zu erfahren. Am Donnerstag, den 4. Oktober, machten wir unseren ersten Ausflug in das Theater Pérez Galdós, um uns ein Theaterstück anzuschauen, das auf dem Werk „Tristana“ dieses kanarischen Schriftstellers basiert. Das Theaterstück „Ana, jeder von uns wird vergessen werden“ handelt über eine Hausfrau der 60er Jahre, die erkennt, dass das Leben nicht aus nur Haus und Familie besteht, und nun mehr erleben möchte.

Die Aufführung überraschte mich in vielerlei Hinsicht: erstens die Inszenierung, welche ich beeindruckend fand. Mit einer einzigen Plattform haben sie es möglich gemacht, viele verschiedene Szenarien zu erstellen, jedes einzelne mit seinen eigenen Merkmalen. Nach jeder Szene wurde das Publikum gefragt, wie es sich das nächste Szenario vorstelle.

Des Weiteren erweckte die Anzahl der Schauspieler meine Aufmerksamkeit. Abgesehen von dem Erzähler waren nur drei Darsteller auf der Bühne und sie alleine waren in der Lage, verschiedene Szenen vorzuspielen. Entweder benutzen sie Technologie, um weitere Figuren darzustellen oder derselbe Schauspieler spielte mehrere Rollen. Dies war der Fall einer Schauspielerin. Sie hat zwei Figuren gleichzeitig gespielt.

Nach der Vorstellung konnte das Publikum sich an den Regisseur wenden, um Fragen zu stellen und Vorschläge einzubringen. Diese Möglichkeit empfand ich als sehr sonderbar und interessant, da es sehr ungewöhnlich ist, dass die Zuschauer an der Schöpfung eines Theaterstücks teilnehmen dürfen.

Tage später, am Montag, dem 8. Oktober, besuchten wir das Museum und Haus von Benito Pérez Gáldos. Dort berichtete uns eine sehr nette Fremdenführerin über das Leben des kanarischen Schriftstellers in seiner Kindheit und Jugend. Mit 18 Jahren zog er nach Madrid. Nur sehr selten besuchte er seine Heimatinsel.

Als der Besuch des Museums abgeschlossen war, wollten wir das Theater Pérez Galdós besuchten. Leider konnten nur die Schüler der Klasse 11b dieses besichtigen, da die Proben begannen. Dann machten wir einen Rundgang durch die Altstadt von Vegueta, welche auch die „Stadt von Galdós“ genannt wird. Da ich an dieser Tour bereits in früheren Klassenstufen teilgenommen hatte, kannte ich viele Informationen schon, aber es waren trotzdem noch neue Daten dabei, die ich nicht kannte.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass diese beiden Ausflüge uns zu einer besseren Kenntnis des Realismus geführt haben, da es anders ist, das Thema im Unterricht zu behandeln, als es in der Realität mitzuerleben. So empfand ich es bei Anas Theaterstück. Wenn ich mich für eine der beiden Ausflüge entscheiden müsste, würde ich mich für das Theaterstück entscheiden, weil wir dort viele Eigenschaften des Realismus erkennen konnten und außerdem hat mir das Stück sehr gefallen.

 

Paula Dumpiérrrez Quintana 11a